Was ist Kopfvitamin?

KOPFVITAMIN richtet sich an die Öffentlichkeit und verfolgt das Ziel, psychische Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Dass der Erhalt psychischer Gesundheit in vielen verschiedenen Bereichen von Wichtigkeit ist, zeigt sich anhand von Studien: So nehmen stressbedingte Krankheiten einen zentralen Stellenwert bei AU-Tagen von Beschäftigten ein oder bestehen Zusammenhänge zwischen dem Stress-Erleben und daraus entstehenden psychischen Erkrankungen. KOPFVITAMIN möchte im Rahmen eines 3-Pfeiler-Konzepts an dieser Stelle ansetzen und das Bewusstsein für psychogesundheitsrelevante Themen erhöhen sowie konkrete Strategien vermitteln und im Austausch mit den jeweiligen Bezugsgruppen entwickeln. Die drei Pfeiler von KOPFVITAMIN beziehen sich auf 1.) psychologische Beratung, 2.) gesundheitliche Aufklärung und 3.) Coaching und Mentoring.

Ansatz: Wissenschaftlichkeit!

Unser wichtigster Grundsatz: Wissenschaftlichkeit! Wissenschaftlich bedeutet hierbei, sich empirisch, das heißt durch Untersuchungen belegt, mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen, diese aufzubereiten und zielgruppenorientiert zu vermitteln. Dies schließt eine umfangreiche Recherche in Lehrbüchern und Forschungsstudien sowie eine journalistische Aufbereitung dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ein. Neben dieser publikumsorientierten Vermittlung der anerkannten Fakten stellt die Anwendung dieser eine weitere wichtige Zielstellung für Kopfvitamin dar. Vitamine zu kennen, ist die eine Seite, sie allerdings auch "einzunehmen", bzw.  umzusetzen die andere. Das theoretisch und empirisch fundierte Wissen wird dabei im Rahmen der von Kopfvitamin federführend durchgeführten Veranstaltungen praxis- und problemorientiert verwertet, sodass TeilnehmerInnen stets ein paar dieser Vitamine mit nach Hause nehmen können. Nur so, und das stellt ein Grundprinzip von Kopfvitamin dar, lässt sich Wissen auch tatsächlich anwenden. 

1. Psychologische Beratung

Psychologische Beratung hat das Ziel, Betroffenen und Menschen in schwierigen Situationen Halt zu geben und sie zu befähigen, sich mittels verschiedener Strategien und Techniken selbst zu helfen. Im Rahmen dieses Pfeilers möchte KOPFVITAMIN eine Möglichkeit für Menschen in seelischen Notlagen und psychischen Krisen schaffen, sich zu entlasten. In Folge der Entlastung werden Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, um konkrete Probleme anzugehen und zu bewältigen. Wichtig ist, das Selbstmanagement der Zielgruppen zu fördern und sie dahingehend zu unterstützen, die vermittelten Fähigkeiten zukünftig selbst anzuwenden.

Beispiele: psychologische Erste Hilfe bei Unfallopfern; psychologische Beratung bei Menschen mit geistigen Handicaps, die aktuell starke aggressive Tendenzen aufweisen


2. Gesundheitliche Aufklärung

Gesundheitliche Aufklärung (sog. „Psychoedukation“) dient der Informations-vermittlung und gleichzeitig dem Aufbau von Gesundheitskompetenz. Indem relevante Themen wissenschaftlich schlüssig erarbeitet und aufbereitet werden, soll ein Beitrag dazu geleistet werden, im Sinne des Public Healths-Gedanken, die Öffentlichkeit über gesundheitsrelevante Themen mit besonderem Schwerpunkt auf der Psyche aufzuklären. Erst durch eine stetige und kontinuierliche Aufklärung kann ein Bewusstsein für diese Themen entwickelt und Einstellungen von eventuellen Risikogruppen verändert werden. Die Vermittlung von Gesundheitskompetenz erfolgt hierbei sowohl mündlich (in Form von öffentlichen Vorträgen) als auch praxisnah und anwendungsbezogen (bspw. durch Workshops zu den jeweiligen Themen).

Beispiele: Aufklärung über die Gesundheitsrisiken beim Crystal-Konsum; Umgang mit Generationenkonflikten in der Gesundheitsversorgung; psychische Komorbiditäten bei Intelligenzminderung, Workshops in Schulen, Betriebliche Gesundheitsförderung in Unternehmen

Vorträge:

Im Bereich psychische Erkrankungen

  • Psychisch krank – psychisch gesund? Risiko- und Schutzfaktoren für die seelische Gesundheit
  • Vom Genuss zur Sucht – Einführung in Suchterkrankungen (u.a. Alkohol, illegale Drogen, Fitnesssucht)
  • Crystal Meth – wie eine Droge die Region überflutet
  • Drogen in der Schwangerschaft – Folgen und Möglichkeiten der Prävention 
  • Psychische Gesundheit im Kindes- und Jugendalter - Charakteristika und Anlaufstellen der Versorgung
  • Autismus und Asperger-Syndrom – Hintergründe und Umgangsmöglichkeiten
  • Von Risiko-Gamern und Smombies – Wann wird Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen gefährlich?
  • Mobbing in der Schule – Wie du mir, so ich dir!?“
  • Demenz oder Depression? Psychische Gesundheit im hohen Alter
  • Depression – Volkskrankheit Nummer 1?!
  • Psychotherapie – Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Im Bereich gesundes Arbeiten

  • Kollege abzugeben - wie sich Kommunikation und Umgang am Arbeitsplatz fördern lassen
  • Gesund Führen – sich selbst und die Beschäftigten
  • Gesunde Arbeit ist die beste Medizin - Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz 
  • Kollegiale Fallberatung statt Alleingrübelei - Ansätze und Umsetzung
  • Von Tätern, Opfern und Wegschauern - Mobbing am Arbeitsplatz

Querschnittsthemen

  • Von Babyboomern bis Generation Smartphone – Was hat es mit den Generationen auf sich?

Workshops:

  • Stress lass nach! Stressbewältigung durch Zeitmanagement und das Setzen von Prioritäten
  • Keep calm and do PMR - Entspannung durch Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training oder Atemübungen
  • „Happy Training“ – Positive Gefühle durch positives Schreiben, thematische Meditationen oder Genusstraining fördern

3. Coaching und Mentoring

Neben der praxisnahen Vermittlung von gesundheitsrelevantem Wissen ist die tatsächliche, praxisorientierte und problembezogene Umsetzung des Wissens in den beruflichen Alltag wesentlich – Nur so kann ein Transfer des Wissens in die Praxis gelingen. In diesem Zusammenhang möchte KOPFVITAMIN einen Beitrag leisten, das jeweilige (theoretische) Wissen auf Praxistauglichkeit zu prüfen und anzuwenden. Durch Techniken des Coachings (Erproben neuer Verhaltensweisen) und Mentorings (Begleitung im beruflichen Arbeitsfeld) werden auf diesem dritten Pfeiler Personen dabei unterstützt, ihre berufliche Routine mittels psychologischer Kenntnisse angemessener zu gestalten und durch einen gemeinsamen Austausch Lösungen für eventuell auftretende Probleme zu erarbeiten.

Beispiele: Unterstützung von kollegialen Fallberatungen, Teambuilding-Maßnahmen